Güsten (Jülich)

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Disambiguation notice Güsten ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Güsten.

Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Köln > Kreis Düren > Jülich > Güsten (Jülich)


Dorfansicht am Abend
Güsten auf der Tranchotkarte von 1806

Inhaltsverzeichnis

Historische Lage

Einleitung

Allgemeine Information

Politische Einteilung

Zeitzeichen 1895


Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Katholische Kirche

St. Philippus und Jakobus

Güsten (Jülich), St. Philippus und Jakobus (rk)



Geschichte

Der Name Güsten ist abgeleitet vom Namen der heiligen Justiania. Erstmals soll Güsten im Jahr 768 erwähnt worden sein (nicht belegt). Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem Jahr 847. In einer Urkunde gibt Kaiser Lothar I. auf Bitten des Grafen Matfried von Jülich seinem Getreuen Rotgard die Kaplle Güsten; dazu gehörten bebaute und unbebaute Ländereien, Weinberge (!!!), Wälder, Wiesen, Weiden, Mühlen, Wasser und Wasserrechte, Mancipien und der Zehnte zu Rödingen. Im Jahr 859 gibt Lothar II. die Kirche und villa Justinae dem Vasallen Otbert auf Lebenszeit.
Die Abtei Prüm erhält 871 die Kapelle Güsten mit allem Zubehör von Ludwig dem Deutschen zum Lehen. Ein Güterverzeichnis der Abtei verzeichnet in "Justene" 220 Morgen Hofland, 30 Morgen Wiesen und einen Wald für 100 Schweine.
Ab 1171 wird Güsten dem Liebfrauenstift in Prüm inkorporiert und verbleibt dort bis zur Aufhebung der Abtei. Am 24.8.1574 werden die Besitzungen der Abtei Prüm dem Erzbistum und Kurfürstentum Trier einverleibt. Güsten verbleibt dort bis zur Auflösung des Kurfürstenstaates durch Napoleon.
Wegen der Nähe zu Jülich liegt Güsten in der Interessenssphäre des dortigen Herrscherhauses. 1429 wird die Jülicher Dynastie erblicher Schutzvogt von Güsten. Die Zuständigkeiten zwischen Jülich und Prüm werden im Güstener Weistum von 1548 beschrieben. Dort ist auch vermerkt, daß niemand außer dem Abt Eigentum in Güsten haben darf; alle Güter müssen vom Abt als Lehen empfangen werden. Der Güstener Einwohner Gottfried Gumpertz ist 1620 als jülicher Vogteiverwalter genannt; im 30-jährigen Krieg steigt er bis zum kaiserlichen Oberstlieutnant auf.
Nach der Vertreibung Napoleons wird Güsten zur Gemeinde in der Bürgermeisterei Jülich.
Die erste Schulvikarie in Güsten leitete ab 1817 Adam Wirtz. Nach dem Bau einer Schule in Welldorf verbleibt Serrest im Schulbezirk Güsten.
1870 wird die Gemeinde Güsten der Bürgermeisterei Mersch zugeteilt; lange Zeit hatte die Bürgermeisterei Mersch ihren Sitz in Güsten. Die nächste Verwaltungsreform verlegt 1936 Güsten zur Bürgermeisterei Stetternich. Am 1.9.1969 werden die Gemeinden Güsten und Welldorf vereinigt, bis 1972 durch die Kommunalreform in Nordrhein-Westfalen die Gemeinde aufgelöst und der Stadt Jülich zugeschlagen wird.

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Grabsteine


kath. Pfarre Güsten
Taufen August 1745 bis Oktober 1751
Taufen Januar 1770 bis September 1798, eine Taufe 1805
Autor: Winfried Janus
Liste der Täuflinge unter:

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

Weblinks

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Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung GUSTENJO30FW
Name
  • Güsten (deu)
Typ
  • Ort
Postleitzahl
  • W5171
  • 52428 (1993-07-01 -)
Karte
   

TK25: 5004

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Jülich ( Stadt )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
St. Philippus und Jakobus (Güsten) Kirche STPTENJO30FX



Wappen von Jülich Stadtteile von Jülich (Kreis Düren)

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