GEDCOM/CONT-Tag

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Inhaltsverzeichnis


Name und Bedeutung

Tag

CONT

Formelle Bezeichnung

CONTINUED

Deutsche Bezeichnung

Fortsetzung

Verwendung

CONT {CONTINUED}:= (weitergeführter Text) Ein Indikator, dass weitere Daten zum übergeordneten Wert gehören. Die Information aus dem CONT-Wert muss an den Wert der vorangehenden, übergeordneten Zeile mittels eines Zeilenumbruches angehängt werden.

Formale Beschreibung zulässiger Werte

Aussagen des Standards

CONT {CONTINUED}:= (weitergeführter Text) Ein Indikator, dass weitere Daten zum übergeordneten Wert gehören. Die Information aus dem CONT-Wert muss an den Wert der vorangehenden, übergeordneten Zeile mittels eines Zeilenumbruches angehängt werden. Führende Leerzeichen könnten für die Formatierung des resultierenden Textes wichtig sein. Beim Import von CONT-Werten sollte das lesende Programm nur ein Trennzeichen hinter dem CONT-Kennzeichen annehmen. Alle folgenden Leerzeichen sollen als Teil des Wertes angenommen werden.


GEDCOM-Zeilen sind auf 255 Zeichen begrenzt, jedoch können die CONC und CONT-Kennzeichen dazu benutzt werden, ein Feld über dieses Limit hinaus zu verlängern. Eine CONT-Zeile impliziert einen Zeilenumbruch, um die Formatierung zu erhalten. CONC impliziert die Verknüpfung mit dem vorherigen Zeilenwert ohne einen Zeilenumbruch. Dies wird genutzt, um den dynamischen Zeilenumbruch anhand der Größe eines Textfeldes zu ermöglichen, ohne feste Zeilenumbrüche vorzugeben. Die CONT und CONC-Kennzeichen werden genutzt, um textlich angegebene Werte zu erweitern.


Aussage aus den Grammatikregeln

Lange Werte können in kürzere GEDCOM-Zeilen aufgeteilt werden, indem die untergeordneten Kennzeichen (Tags) CONC oder CONT benutzt werden. Das Kennzeichen CONC bedeutet, dass der untergeordnete Wert mit dem vorhergehenden ohne Zeilenumbruch zusammengefügt wird. Der Zeilenumbruch zwischen den beiden GEDCOM-Zeilen wird dabei ignoriert. Wenn eine Zeile an einem Leerzeichen aufgeteilt wird, muss dieses auf die Folgezeile übernommen werden. Das Kennzeichen CONT bedeutet, dass der Wert der Zeile mit der vorherigen zusammengefügt wird, nachdem ein Zeilenumbruch eingefügt wurde.


Aussage aus Primitive Elemente

Die Feldgrößen zeigen die empfohlene Minimalgröße für Datenbanken, die längenbegrenzte Felder haben. Sie verstehen sich zusätzlich zu der Ebenennummer und dem Kennzeichen (Tag). GEDCOM-Zeilen sind auf 255 Zeichen begrenzt, jedoch können die CONC und CONT-Kennzeichen dazu benutzt werden, ein Feld über dieses Limit hinaus zu verlängern. Eine CONT-Zeile impliziert einen Zeilenumbruch, um die Formatierung zu erhalten. CONC impliziert die Verknüpfung mit dem vorherigen Zeilenwert ohne einen Zeilenumbruch. Dies wird genutzt, um den dynamischen Zeilenumbruch anhand der Größe eines Textfeldes zu ermöglichen, ohne feste Zeilenumbrüche vorzugeben. Die CONT und CONC-Kennzeichen werden genutzt, um textlich angegebene Werte zu erweitern.


Beispiel aus dem GEDCOM-Standard:

  • 1 NOTE Dies ist ein Notizfeld, das
  • 2 CONT auf der nächsten Zeile fortgesetzt wird

Bemerkung: Das im GEDCOM-Standard gezeigte Beispiel enthält zwei Leerzeichen nach CONT. Das erste Leerzeichen ist der Begrenzer zwischen dem Kennzeichen und dem Zeilenwert, das 2. Leerzeichen soll dagegen laut Standardaussage als Bestandteil des Zeilenwertes interpretiert werden. Der Folgetext nach dem Zeilenumbruch beginnt also mit einem Leerzeichen.

Vereinbarungen für CONT

Nachfolgende Regeln wurden durch Abstimmung unter den Programmautoren vereinbart:


Vereinbarungen für CONT beim Export

E1 Export von Zeilenvorschüben

Ein Dateninhalt muss und darf genau nur dort mit Hilfe des Kennzeichens CONT auf eine Folgezeile in der GEDCOM-Datei umgebrochen werden, wo der Dateninhalt einen Zeilenvorschub aufweist. Dies gilt insbesondere auch am Beginn des Dateninhaltes. Daher ist z.B. die Ausgabe

  • n NOTE
  • n+1 CONT Text

nur dann zulässig, wenn der Dateninhalt mit genau einem Zeilenvorschub und dem nachfolgenden Text beginnt. Die durch Zeilenvorschübe getrennten Teile des Dateninhaltes dürfen zusätzlich mit Hilfe des Kennzeichens CONC unter Beachtung der Vereinbarungen zu CONC umgebrochen werden.


E2 Behandlung von Leerzeilen am Ende eines Dateninhaltes

Die Vereinbarung E1 gilt auch für das Ende des Dateninhaltes. Wenn sich dort abschließend Zeilenvorschübe befinden, werden eine entsprechende Anzahl von GEDCOM Zeilen mit dem Kennzeichen CONT und ohne Zeilen_Wert ausgegeben.


E3 Optionale Einstellung des Exports

Als eine vom Anwender wählbare Option dürfen beim Export führende und / oder abschließende Zeilenvorschübe entfernt werden.


Vereinbarungen für CONT beim Import

I1 Umsetzung von CONT in Zeilenvorschübe

Beim Import müssen alle Kennzeichen CONT als Zeilenvorschub in den eingelesenen Dateninhalt eingetragen werden.


I2 Optionale Einstellung des Imports

Als eine vom Anwender wählbare Option dürfen beim Import führende und / oder abschließende Leerzeilen entfernt werden.


Behandlung/Darstellung schwieriger Situationen

Umgang mit Leerzeilen zu Beginn einer Notiz

In der Diskussion der Programmautoren wird darauf verwiesen, dass es Programme gibt, die Notizen standardmäßig wie folgt exportieren:

  • 1 NOTE
  • 2 CONT Text

Genaugenommen ist dies eine Notiz mit einer Leerzeile vor dem Text.

Beim Import einer solchen Stelle ist in der Regel nicht erkennbar, ob diese Leerzeile vor dem Text vom exportierenden Programm eingefügt wurde oder vom Anwender selber. Eine automatische Entfernung solcher Leerzeilen beim Import soll ermöglicht werden, jedoch auch die Anwendereingabe nicht ungefragt verändert werden. Dies führt zu folgender Vorgehensweise:

  • Im Standardimport bleibt die führende Leerzeile erhalten
  • Als Option darf das Löschen von führenden Leerzeilen angeboten werden

Beim Export von Notizen wird dafür plädiert, keine vom Programm veranlaßte Einfügung von Leerzeilen zu Beginn des Textes zuzulassen. Wenn der Textinhalt selbst also keine Leerzeile am Beginn aufweist, muss obiges Beispiel als

  • 1 NOTE Text

exportiert werden.


Umgang mit Leerzeilen am Ende einer Notiz

Leerzeilen am Ende einer Notiz, wie etwa

  • 1 NOTE Text
  • 2 CONT
  • 2 CONT

dürften in den meisten Fällen übersehene Fehleingaben sein, manchmal jedoch auch bewusste Eingaben des Anwenders sein. Hier ist in Diskussion, wie Standardimport und Option bezüglich des Löschens gehandhabt werden sollen.

Beim Export von Notizen wird dafür plädiert, keine vom Programm veranlaßte Einfügung von Leerzeilen am Ende des Textes zuzulassen. Wenn der Textinhalt selbst also keine Leerzeile am Ende aufweist, muss obiges Beispiel als

  • 1 NOTE Text

exportiert werden.

Abweichungen vom Standard bei der Verwendung

  • bislang keine diskutiert.
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