Gogericht Vreden

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Historische Hierarchie

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Inhaltsverzeichnis

Zeitschiene vor 1803

Stift und Stadt

31.10.1252 Erzbischof Konrad von Köln tritt die Hälfte der Stadt Vreden an den Bf. Otto von Münster ab.

Sept. 1261 Das Stift Vreden unterwirft sich der Herrschaft und dem Schutze des Bf. Gerhard von Münster.

01.10.1302 Bischof Otto III. von Münster vereinigt wiederum die Kirche zu Vreden mit dem Archidiakonat des Probstes von St. Ludgeri zu Münster

28.03.1316 Die Äbtissin Sophie von Vreden überträgt dem Bf. von Münster Ludwig das Schutzrecht über ihre Hörigen und ihr Gogericht außerhalb der Stadt Vreden gegen eine Naturalabgabe.

Stadtrecht erhielt Vreden wahrscheinlich im 14. Jahrhundert, das Wigboldrecht wurde 1411 vom Fürstbischof in Münster bestätigt. Nach dem Absterben der Herren von Lon wurden Burg und Grafschaft Lon von ihren Erben, den Edlen von Ahaus, 1316 an den Bischof von Münster verkauft.

Rechtgrundlage

Allgemeines Recht

Markenrecht

  • Lokal, sich zeitlich entwickelnde unterschiedliche Markenrechte.

Regionalgerichte

Vor der Säkularisation waren im Bezirk des Vredener Gerichts folgende Gerichte zuständig;

1776 Gogericht Vreden

Amt Ahaus (historisch), Hochstift Münsterische hohe und niedere Beamte und Gerichte auf dem Lande:

  • 1776 substituirter Richter: Clemens August Rotering, der Rechten Doctor
  • 1776 Gerichtsschreiber: Cornelius Alexander Brunsterinck
  • 1776 Fiscus : Theodor Joseph Koppers
  • 1776 Procurator: Johann Adam Gescher
  • 1776 Procurator: Johann Bitter Schöneberg
  • 1776 Procurator: Franz Arnold Söntgen
  • 1776 Procurator: Vincent Joseph Raesfeldt
  • 1776 Procurator: Sebastian Wißing
  • 1776 Scabini: Bartholomäus van Egeren
  • 1776 Scabini: Peter Dinklage
    • 1776 Bürgermeister: Johann Gescher
    • 1776 Bürgermeister: Gerhard Henr. Esseling
    • 1776 Stadtsekretär: Joann Adam Gescher
    • 1776 Obervogt: Bernard Wermeling
    • 1776 Substit. Obervogt:Johan Hermann Dürre [3]

1796 Gogericht Vreden

Amt Ahaus (historisch), Gericht, Beamte, Amtsbediente, Nebenbediente:

  • 1796 Richter: Henrich Otto Backen B.R.D.
  • 1796 Assessor: Gerhard Henrich Esseling
  • 1796 Assessor: Anton Dinxlakem
  • 1796 Gerichtsschöffe: Franz Schütte
  • 1796 Gerichtsschöffe: Bernard Henrich Püntmann
  • 1796 Gerichtsschreiber: Max Anton Mentz
  • 1796 Fiskus und Prokurator:Theodor Josepk Koppers
  • 1796 Prokurator: Joh. Bitter Schöneberg
  • 1796 Prokurator: Joh. Hermann Dürre
  • 1796 Prokurator: Franz Arnold Söntgen
  • 1796 Prokurator: Joh. Henr. Brunstering
  • 1796 Prokurator: Franz Jacob Ellerbeck
  • 1796 Gerichtsdiener: Gerhard Wansing

1796 im Kirchspiel Vreden

1802 Gogericht Vreden

Amt Ahaus (historisch), Gericht, Beamte, Amtsbediente, Nebenbediente:

  • 1802 Richter: Henrich Otto Baecken J.U.D.
  • 1802 Assessor und Schöffe: Anton Schütte
  • 1802 Assessor und Schöffe: Anton Dinxlakem
  • 1802 Assessor und Schöffe: Gerhard Reckers
  • 1802 Assessor und Schöffe: Arnold Fortkamp
  • 1802 Gerichtsschreiber: Max Anton Mentz
  • 1802 Fiskus und Prokurator:Theodor Josepk Koppers
  • 1802 Prokurator: Joh. Hermann Dürre
  • 1802 Prokurator: Franz Arnold Söntgen
  • 1802 Prokurator: Joh. Henr. Brunstering
  • 1802 Prokurator: Franz Jacob Ellerbeck
  • 1802 Gerichtsdiener: Henrich Gehling

1802 im Kirchspiel Vreden

Berufungsinstanz

Hofes- und Markenrecht

In Sachen Hofes- und Markenrecht war die Berufungsinstanz das "Hofgericht Münster"

Landesherrlich gesetzliche Grundlagen

Sammlung der Gesetze und Verordnungen, welche in dem Königlich Preußischen Erbfürstenthume Münster und in den standesherrlichen Gebieten Horstmar, Rheina-Wolbeck, Dülmen und Ahaus-Bocholt-Werth über Gegenstände der Landeshoheit, Verfassung, Verwaltung und Rechtspflege, welche vom Jahre 1359 bis zur französischen Militair-Occupation und zur Vereinigung mit Frankreich und dem Großherzogthume Berg in den Jahren 1806 und resp. 1811 ergangen sind

Zeitschiene nach 1802

Preußische Gerichtsbarkeit

Im Jahre 1815 wurde ein Land- und Stadtgericht für den Bezirk Vreden eingerichtet, welches bis 1819 die Bezeichnung Land- und Stadtgericht Stadtlohn, bis 1839 Land- und Stadtgericht Stadtlohn zu Vreden und von da ab Land- und Stadtgericht Vreden führte.

Im Jahre 1846 wurde das Amt Gescher von Vreden getrennt und dem Land- und Stadtgericht in Coesfeld zugeteilt. Gerichtstage wurden in Stadtlohn abgehalten.

Das Gericht war untergebracht in einem angemieteten Privathaus, das Gefängnis in einem städtischen Gebäude.Im Jahre 1849 wurde das Gericht aufgelöst. Vreden behielt nur eine Gerichtsdeputation, die dem Kreisgericht in Ahaus, vom 01.01.1876 an dem Kreisgericht in Steinfurt angegliedert war.

Vom 01.09.1857 bis 15.10.1858 war die Kommission in dem Wohnhaus des Dr. Humperdinck untergebracht, von da ab im Gasthof des Gatwirtes Schütte am Markplatz, der das Obergeschoss für die Zwecke der Kommission ausgebaut hatte. Später erwarb die Stadt dieses Gebäude und stellte es gegen eine Miete von 80 Talern zur Verfügung.

Amtsgericht Vreden

Im Jahre 1879 erhielt Vreden ein Amtsgericht, das Gerichtstage in Stadtlohn abhielt. Als Geschäftsgebäude benutzte das Amtsgericht weiter das frühere Schüttesche Haus. Städtisches Eigentum war auch das hinter dem Gerichtsgebäude an der Krumme-Jacken-Strasse liegende Gefängnisgebäude, das 1879 durch Umbau einer Scheune behelfsmässig eingerichtet, in den Jahren 1932/33 aber neugebaut wurde.[2]

Fußnoten

  1. Literatur: Jansen, E.: Die Lehen der Herrschaft Anholt unter besonderer Berücksichtigung der geltenden Lehnrechte. (phil. Diss. Münster 1924)
  2. 2,0 2,1 Quelle: Oppenheim, Karl:Das Gerichtswesen im Münsterland (1954)
  3. Quelle: 1776 Adreßcalender des Hochstifts Münster. Hrsg. Coppenrath
  4. Quelle: 1796 Hochstift Münsterischer Hof- u. Adreßkalender
  5. Quelle: 1802 Hochstift Münsterischer Hof- u. Adreßkalender
  6. Quelle: Almanach des Lippe-Departements für das Jahr 1813, hrsg. v. J. v. Münstermann. Münster 1812.

Archiv

Bibliografie

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

Persönliche Werkzeuge