Timm (Familienname)

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Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Bedeutung

Bei Herkunft aus Ostpreußen:

Berufsname

  • prußisch „timis, timas“ = Lederschurz, Schurzleder
  • „tims“ = Leder aus Saffian


Varianten des Namens

  • Thim, Thimm, Thimme, Tim, Timm, Timme, Timmler.
  • Timey, Timnik.
  • Tymme (1336), „Preuße“, Samland, Thymme Kabyn (1395), Amt Heilsberg, Thymme (1395), Kreis Rössel, Thymeko (1337), „in Samilenhof“, Elbinger Komturei.

Geographische Verteilung

Relativ Absolut
relative Namensverteilung
timm (im Jahr 2002 insgesamt 5373 Einträge)
erstellt von Geogen 3.0 Webdienst
Legende:
weniger als 10 Vorkommen pro Mio,
bis 190 Vorkommen pro Mio,
bis 380 Vorkommen pro Mio,
bis 570 Vorkommen pro Mio,
bis 760 Vorkommen pro Mio,
mehr als 760 Vorkommen pro Mio
absolute Namensverteilung
timm (im Jahr 2002 insgesamt 5373 Einträge)
erstellt von Geogen 3.0 Webdienst
Legende:
weniger als 1 Vorkommen,
bis 100 Vorkommen,
bis 200 Vorkommen,
bis 300 Vorkommen,
bis 400 Vorkommen,
mehr als 400 Vorkommen


In Deutschland wurden mit Geogen 5373 Einträge gefunden. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung sind etwa 14328 Namensträger zu erwarten. Damit tritt der Name überdurchschnittlich häufig auf. Timm belegt den 482. Platz der häufigsten Namen. Wie in der Karte ersichtlich, ist Timm in Norddeutschland am verbreitetsten. Daher wird auch der Nachname an der Ostsee entstanden sein.

Österreich

In Österreich tritt Timm laut Geogen 21 mal auf. Diese Namensträger müssten Einwanderer aus Norddeutschland sein.

Schweiz

Timm als Familienname kommt in der Schweiz (laut Twix-Tel 2005) nur 24 mal in Privateinträgen vor. Damit sind diese wohl ebenfalls aus Nordeutschland eingewandert.

Herkunft Timm-Geschlechter

Bekannte Namensträger

Joachim Christian Timm (1734-1805) Apotheker und Bürgermeister von Malchin. Als Apotheker interessierte ihn auch die Botanik. Eifrig sammelte er vornehmlich in der Gegend um Malchin Pflanzen aller Art, speziell auch Kryptogamen. 1788 erschien sein Werk „ Florae Megapolitanae Prodromus“[1], das er ganz nach seinem Vorbild, dem schwedischen Botaniker Linne, angelegt hatte. Professor Hedwig aus Leipzig benannte später ein von ihm gefundenes Moos „ Timmia Megapolitana“ Ein Berg auf dem arktischen Ellesmere Island wurde auf Betreiben des Timmia-Monografen Guy Brassard als „Mount Timmia“ nach ihm benannt. Joachim Christian Timm gilt heute als Wegbereiter der modernen Botanik in Deutschland. Quellen: „Florae Megapolitanae Prodromus“ von Joachim Christian Timm, Leipzig 1788, Müllerische Buchhandlung „Allgemeine Deutsche Literaturzeitung“ April 1789, S53 „Allgemeine Deutsche Bibliothek“, Bd. 97, 1. Stück, Berlin und Stettin, Fr. Nicolai 1790, S197-199 „Deutschlands Moose“ Müller Karl, Halle 1853, S161 „Botanischer Rundbrief für Mecklenburg-Vorpommern“ 26/1994, S85ff „Bryologische Rundbriefe“ Juni 1995, Nr.21 „Malchin und Remplin“ Selbstverlag der Gebrüder Böttcher, Malchin in Mecklenburg 1998, S20 „Vorfahren der Gertrud Adelheid Staude“, Familienchronik der Familie Meier-Staude, 1998, S21-69 M&N Böttcher in „ Der Landkreis Demmin Historische Stätten“ Khs Verlag& Service GmbH, Stavenhagen, Dezember 2000, S 97-101 „Lexikon deutschsprachiger Bryologen“ Professor Dr. Jan-Peter Frahm, Jens Eggers, Eigenverlag, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2001, S519,520

Sonstige Personen

  • Timm, Encke oder Heimans, Enken, verheiratet, 2 Kinder getauft 1700 und 1702 in Wesel

nähere Angaben siehe: Militärpersonen in Stadt und Garnison Wesel, Hermann Kleinholz und Michael Knieriem, Veröffentlichung der WGfF

Literaturhinweise

Daten aus FOKO

Bei der Abfrage der FOKO-Datenbank ist ein Fehler aufgetreten.


Ahnenforscher

Weblinks

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