Iran

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Hierarchie

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Name

  • Irân (Persien), 1935 • Umbenennung Persiens in Iran

Kaiserreich

Dynasten der Kadscharen

  • 1779-1797 Aga Muhamed
  • 1797-1834 Feth Ali
  • 1834-1848 Mehmed
  • 1848-1896 Nasir al-Din
  • 1896-1907 Muzzaffar eddin
  • 1907-1909 Muhammad Ali Shah
  • 1909-1925 Ahmed Shah
    • Am 29.10.1925 trat das persische Parlament zusammen und beschloss am 31.10.1925 die Absetzung der Kadscharendynastie.Reza Pahlewi lässt sich selbst zum Schah ausrufen, Gründung der Dynastie der Pahlewi

Kaiserreich:Flagge, Wappen, Farben

Fahne1905Persien.jpg Beschreibung:

Kaiserreich Persien: Das Wappen des Kaiserreichs Iran (Keshvaré Shahanshahiyé Irân), bis 1935 Persien genannt, geht auf die Symbolik des "Ordens des Löwen und der Sonne" zurück. Beide Symbole sind aber wesentlich älter, und wurden von Persien bereits im Mittelalter verwendet. Etwa ab dem Jahre 1845 wurde der Löwe mit dem Schwert des Ali – Schwiegersohn des Propheten Mohammed und Begründer der Schia – dargestellt.

Flaggenfarben: Das alte Persien verwendete weiße Flaggen. Mit der Einführung des Islam wurde die Reihenfolge der Flaggenfarben auf Grün, Weiß und Rot abgeändert

Allgem. Geographie, Klima

  • Stand 1895: Irân (Persien), Reich in Asien, im Westteil; grenzt gegen Norden an das Kaspische Meer, im Nordosten an Turkistan, im Osten an Urlajat (Afghanistan) u. Baluchistan, im Süden u. Südwesten an die Straße von Ormus u. den Persischen Meerbusen, im Westen an das asiatische Türkiye (Türkei), im Nordwesten an das asiatische Russland.
    • Gesamtumfang: ca. 1645000 qkm.
    • Einwohner: etwa 9 Millionen.

Das Land bildet die größere Westhälfte des Plateaus von Irân, das sich im Nordosten an die Pamir u. den Hindukush anschließt; die Fortsetzung dieses Randgebirges entsteht am Südufer vom Kaspischen Meer im Elbrus, dessen höchster Gipfel der 5.628 m hohe Vulkan Demavend ist, u. dieses Gebirge schließt sich dann in der Gegend vom See Urmia den Hochlandschaften von Armenien an; das zwischen den See Van u. Urmia nach Süden streichende Gebirge von Kurdistan bildet den Westrand der Hochebene von Irân, hier sind die Spitzen Elwend, unweit Hamadan, 3.353 m, der Kuhidema in der Gegend von Ispahan 3.650 m hoch. Dieser bildet den Übergang zu dem terrassenförmig vom Persischen Meerbusen weiter ziehenden Südrand, in dem der Koh-i-Hagar 4.572 m erreicht. Das Innere durchziehen einzelne Ketten, unter denen die hervorragendste das Kohrud-Gebirge ist, im übrigen ist es eine Sandwüste mit salzgeschwängertem Boden, nur hier u. dadurch natürlich od. künstl. bewässerte Distrikte unterbrochen, in denen sich dann aber auch die üppigste Vegetation entwickelt, wie auch in den von den Randgebirgen umschlossenen Talbecken. Die Südküste ist vollständig ausgedörrtes Land.

Flüsse gibt es nur wenig u. die meisten sind nur Küsten- od. Wüstenflüsse, die sich im Sand verlieren. Die bedeutenderen sind der Aras u. der Kisil-Ozen, die auf der Westseite, wie der Atrek auf der Ostseite, in das Kaspische Meer fließen; der Karun mündet in den Schat-el-Arab, bzw. dessen linken Arm, der Dijala u. Kerkha gehen in den Tigris; kleine Küstenflüsse sind: Zab, Sefid, Preslaf, Abi-Schur, Bint etc. Dem See Bachteghan fließt der Bendemyr zu, sonst ist von Seen zu erwähnen der Urmia mit salzigem Wasser.

Das Klima im Süden längs des Küstensaumes ist heiß, dürr u. wegen Ungesundheit verrufen, das der Scheitelfläche kühler, aber trocken, bei Tage u. im Sommer heiß, im Winter, der selbst nicht schneelos ist, u. in der Nacht sehr kühl. Das beste Klima haben die Täler u. Terrassen der Randgebirge. Schiras hat einen warmen, aber nicht heißen Sommer u. angenehm kühle Nächte; noch besser ist Ispahan, dessen Temperatur die angenehmste in ganz Irân (Persien) ist u. das eine sehr trockene Luft besitzt. Tau, Nebel u. Dünste kennt man hier nicht; die Nacht ist so hell, das man bei Sternenlicht lesen kann. Teheran hat starken Temperaturwechsel, so daß diese Stadt für sehr ungesund gilt, u. Hamadan wird schon von harten Wintern heimgesucht. Die Niederschläge sind gering, Regen selten, am häufigsten noch in Masenderan u. Gilan.

Bevölkerung

Kultur, Religion, Bildung

  • Stand 1895: Das Haupt der Geistlichkeit ist in Wahrheit der Muschtahid, ohne eine amtliche Stellung zu haben, während der Iman-Dschuma u. die Scheik-ül-Islam eine solche einnehmen u. von der Regierung bezahlt werden. Für den katholischen Kultus besteht ein apostolischer Administrator vom Bistum Ispahan, für den armenischen Ritus ein Bischof in Ispahan u. dann eine Sekte von Lazaristen in Teheran, f. den ev. Kultus besteht in Ispahan eine englische, in Teheran eine amerikanische Mission.

Produkte, Handel

  • Stand 1895: Was die Naturprodukte anlangt, so erinnert das Pflanzenreich am meisten an Arabien u. ist weit ärmer als in Indien. Hervorstechend sind: Weizen, Mimosen, Südfrüchte, Obst, Mandeln, Baumwolle, Zuckerrohr, Mohn, Melonen, Gemüse, Gewürze, Arzneipflanzen, Färbepflanzen, herrliche Rosen; Waldungen sind aber so selten, dass man Tiermist als Feuerung benutzt u. das Holz nach dem Gewichte bezahlt. Wilde Tiere: Löwe, Panther, Wolf, Schakal, Bär, Hyäne, Wildschweine, Gemse, Steinbock, Viverre, Stachelschwein, Affe, Jagdwild. Edelmetalle u. Edelsteine sind selten, dagegen Eisen u. Kupfer in Menge, auch Blei, Antimon, Steinkohle, Schwefel, Naphtha, endlich Salz in Überfluss. Die Manufakturtätigkeit erstreckt sich auf Metallarbeiten, Kupferwaren, Säbelklingen, Anfertigung von Stoffen (Gold u. Silber), Weberei (Teppiche, Shawls, Seide, Baumwolle), Färberei, Irdenwaren, Porzellan, Leder (Saffian), Rosenwasser, Essenzenkonfituren. Haupteinfuhrartikel sind Webstoffe, namentlich Baumwollwaren, Glaswaren, Papier, Eisen, Kupfer, Zucker, Thee; Hauptausfuhrartikel: Seide, Tabak, Felle, Teppiche, Opium, Gummi, Wolle, Datteln, Getreide, Reis. 1892 betrug der Wert der Ausfuhr 1.980.780 £, der der Einfuhr 2.952.817 £. Die beim Handel meist beteiligten Staaten sind England u. Rußland, dann die Schweiz.
  • Post- und Telegrafenwesen: 1892 zählte die Post 95 Bureaus; die Zahl der Telegrafie-Bureaus 99, die Linienlänge 6.650 km, Drahtlänge 10.320 km.

Regierungsform, Verwaltung

  • Stand 1895: Die Regierung des Landes ist rein absolutistisch, an der Spitze der Schah aus der schiitischen Musliminefamilie Kadjar, dem 17 Minister u. Geheime Räte zur Seite stehen.
  • Das Land ist in nachfolgende Gouverneurmente u. Provinzen eingeteilt:
  • Neben den Ministern gibt es eigene Chefs f. das Postwesen, das Münzwesen, das Telegrafiewesen f. die polytechn. Schulen, die Druckerei u. f. die Polizei. * 1893/94 betrugen die Einnahmen 68.430.000 Krems (à 0,40 Mk). Staatsschulden existieren nicht.
Persien 1919, 1/2 Toman, Ahmed Shah (1909-1925)

Münzwesen

  • Toman, Gold, ursprünglich 66 Mark, gilt jetzt (1895) 9,30 Mark; die Silberrupie = 1,56 Mark (Silberrupien (15 auf den Toman)
    • Ein Toman zu 50 Abassis, 100 Mamudis, 200 Kaejies (Zaejies, Schahis od. Chayis), 1000 Dinarsbisti, 2000 Kabeskis (Kasbekis, Kos, Coz od. Käsch) u. zu 10,000 Dinars simples

Militär

  • Stand 1895: Armee: die reguläre Infantanterie (Nizam) umfaßt 77 Bataillone. zu 600 bis 860 Mann, eine reguläre Kavallerie gibt es nicht; jede Tribus muß eine Anzahl irreguläre Reiter stellen, die zuweilen auch zu Dienstleistungen am Hofe u. zu Polizeidiensten verwendet werden; im ganzen können ca. 54-60.000 Mann aufgestellt werden.

Quelle


Weblinks

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Genealogische Webseiten

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