Geschichte der Pfarreien des Dekanates Grevenbroich/196

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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Grevenbroich
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Erzdioecese Koeln 1883.djvu
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stellen, das Chor und Pfarrhaus zu repariren und den Zielochsen zu halten. Den Personator und Pfarrer ernannte Graf Salm=Dyckm, vordem der Kölner Domprobst.[1] Die Einkünfte bestanden im großen Zehnten, der für 200 Thaler verpachtet war.

Als Personatarien kommen vor: Petrus Verendorf, starb 1537. - Jacob Frinck, starb 1540. - Georg von Syndorf, starb 1560. - Johannes Wirtz. - Friedrich Omphalius, starb 1565. - Wilhelm Teusch, starb 1581. - Johannes Schiller, 1588.[2] - Achill Brödt, starb 1600. - Johannes Wirsingh, 1600. - Anton Huberti, 1614. - Johann Adolph Wirsingh bis 1637, wo er heirathete. - Erich Adolph von Salm, Canonicus im Dome zu Köln. - Petrus von Lövenich, Canonicus in Jülich, 1641. - Von 1653 an Arnold von Loquenghien, starb 1662.- Otto Ludwig von Manderscheid, Domcapitular in Köln. - Peter Kloudt, minister generalis zu St. Niclas, 1674. - Alexander Graf Salm 1675 bis 1697. - Wilhelm Graf Salm, resignirte. - Peter Joseph von Franken=Siestorpff von 1750 bis 1760. - Franz Kaspar von Franken=Sierstopff. - Adolph von Franken=Sierstorpff 1783. - Hubert Maria la Valtette St. Georg.

Das Pfarrhaus liegt mitten im Orte, an der Hauptstraße; es wurde von der Civilgemeinde in den Jahren 1862 und 1863 für 3187 Thaler neuerbaut.

Zur Pfarrdotation heißt es bei Binterim (Alte und neue Erzdiöcese Köln, II 73): Aus dem Personat sechs Malter Roggen, an Sackrenten



  1. Dumont, Descriptio, 17. - Eine Ernennungsurkunde siehe im Anhange 10.
  2. Die Kosten bei dessen Präsentation resp. Einführung waren nicht unerheblich, wie folgende Aufstellung des Gerichtsschreibers Pesch zeigt.
    Anno 1588 am Palmabend, sagt er, als vonn des Wollgeporenen meines Gn. Heeren Wernhers, Grafen zu Salm ... Herrn Joannem Schiller vur eine Personat Person presentirt, aber weill der Pastoir zu Neukirchen nicht einheimisch, derhalben die Präsentation keinen vortgank dießerhalb gewinnen mögen, dißmals Herr Jan Schiller neben Seinem Geferdten und Ich bei Peteren Quacks Eidamb verzehrt 2½ Gl.
    Zum zweitten mhall, als die Präsentation vurgenommen, aber durch den pastoren wegen geforderter alther Gerechtigkeit, als nemblich Einen Kelch und Ein Mißgewandt, darum Ich ohne vurwissen meines Gn. H. nicht stipuliren dürfen, dieserhalb auch hinderplieben. Diese Weise hat Johann Arck folgende Personen verpflegt: Herr Johann Schiller, Sein Gefert der Knecht, Pastoir zu Neukirchen, der Custos, Leohnhardt Postgens, Scheffen, Huperts Peter und Meister Jan Schmit, Geschworenen, Hans Clevermann, Gerichtsbott, Peter Quacks Eidam, der Wirth, Wilhelm Pesch.
    Dieserhalb an Bier bei vurg. Wirth in Arckenhaus geholt für 6 Gl.
    Zum dritten, als die Präsentation würklich vollzogen, abermal verpflegt jede Person an Zerung 10 Albus, an Bier u.s.w. 4 Gl. Noch haben die Gemeine Nachbaren eine Ahm Biers wie vor althers gefordertt und verdrunken. Summarium obgemeldten verzerter Unkosten thut zusammen 32 Gl. 8 Albus.
    Diese Unkosten Arcken Witwe zahlt. Wilhelm Pesch, Gerichtschreiber.