Franconia Sacra - Geschichte und Beschreibung des Bisthums Würzburg/102

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Franconia Sacra - Geschichte und Beschreibung des Bisthums Würzburg
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Fechen sFachen, Vachm) uud Conrad Lie bier als seine Vorganger. Konrad Fachen kommt in Urknndm von 1488 und 1490 vor, Konrad Liebler fungirte bis 1509. Ihm folgte der genannte Friedrich Meichhner vic^riuz perpeNiuz zu Diesfental und Lengfurt, wclcher sich nach erhaltencr Presentation dem Dechant und Kavitel des Collegiat-stifts L. IVI. V, zn Wertheim als Patron seiner Pfarrei am 28. Miirz 1509 reversirt mit dem Versprechen, sich mit der Competenz: 19 MItr. Korn, 12 Mltr. Weizen, 6 MItr. Haber, die er vom Chorstift erhielt, zu begniigen und dcm Beisviele seiner Vorganger Konrad Fachen und Konrad Liebler nachzufolgen.')

Nach einer Aufzeichnung aus jener Zeit hatte die Pfrunde Dieffenthal folgende Ginkiinfte:

6 ThurneZ 2 Pfg. an ZinZ, 5 ThurneZ vom Gotteshaus, 5 Thurnes fur Begengnutz/j '/» Wiesen und" der Krautgarten ist im Bestand der Pfarracker ver-liehen wordeu; 1 ft, von "3 deZ KlemzehuteZ, was an Hiihnern und Giinsen ge-fallen, ist nach Remlingen gekommen, 1 si, vom Pfarrhof und Keeler (Kellerj, 82. 2 ft. 2 Thurnes 2 Psg, an Geld, An Getreid: vom Chorstift 13 Mlti, Korn, 1 Mlti. Weizen und 6 Mltr. Haver wegen des Zehnies zu Tiefenthal, 3 Sommern Korn und 3 Sommern Haver vom Zchnt zu Erlenbach. 7 Sommern Korn von Maitin Kramer fiir die Pfarracker im obercn Flur, 8", Sommern Haber von HieronymuZ Hemi sur die Pfarrcicker im Flur over dem Kirchberg und 1 Mltr, 5 Sommern Haver von Heintz Rodt fur die Pfarriicker am Holtzlein.

Das Pfarrgut bcstand auB 12 Mrg. Acker im erstcn Flur, Mrg. Acker im zweitcn Flur und 4^ Mrg. Acker im dritten Flur, °/2 Mrg. Krautgartcn und '/i Wiesen und ungefahr 1 Mrg. (2<H) Weinbergen.

Am Mittwoch vor Lichtmch (27. Jan.) 1529 gab der Amtmann Lconhard Schallardt zu Remlingen das gesammte Pfarrgnt zn Tiefenthal (ohne die Weinberge) dem Heintzen Rodten zu Tiefenthal gegcn 3 MItr. 2 Sommern Frucht: halb Korn, halb Haber jahrlichc Gult mit der Verpflichtung, jcihrlich 10 Fuhrcn oder Karren Mist auf die Aecker zu fuhren, in Pacht, und von diesem Tage an scheint das Pfarr-gut in weltlichem Besttze verblicben zu sein. Zeugcn dieser Vervachtung waren der Schultheitz Heun zn Tiefenthal, der Prediger zu Remlingen und Martin Schneider und sein Sohn von Tiefenthal. ^) Um dem Lutherthum festen Voden zu verschaffen, bezw. die Anstellung katho-lischer Priester zu verhindern, wurden die kirchlichen Einkiinfte und Outer womoglich sakularisirt, und so geschah es anch durch den luthe-rischen Grafen Georg von Wertheim mit dem Pfarrgute zu Tiefenthal. Die katholische Pfarrei Tiefenthal war durch diese Verpachtung auf-gehoben, d. h. deB Hauptheiles ihres Stifiungsvermogeus beraubt und dadurch eine Wiedercrrichtung dcrselben unmoglich geworden. Ueber das chemalige Pfarrhaus ist autzer der obigen Notiz, dah der Pfarrer 1 fi. Miethzins vom Pfarrhaus und Keller bezog, keiue Notiz vor-handen. Wahrscheinlich war cs an einen Ortseinwohner vermiethet lind blieb wie die Pfarrguter in, Laienbesttz.

') Urk. i. Frstl. 1.. «, ^, ^v. ') Iahltagstiftunzen. ') Frstl. I.. «. ^,. VV. Pfarreisachen Nr, ?l.