Topographie Holstein 1841/I-Z/021

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Topographie Holstein 1841
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Kahlenroth
eine ehemalige Besitzung des Reinbeker Klosters, deren Lage aber unbekannt ist.
Kalkberg
eine Pachtstelle (3 Häuser) auf der Fargemieler Feldmark, im Gute Siggen; Ksp. Grube; hat ein Areal von 115 Ton. Acker- und Wiesenländereien.
Kalkgraben
s. Steinfeld.
Kalkhütte
s. Todendorf.
Kalsen
s. Hasselburg.
Kaltenhof
eine herrschaftliche Domaine, 5/8 M. nördlich von Lübek, im Fürstenthume Lübek; Amt Kaltenhof; Ksp. Rensefeld. - Vormals war dieser Hof der Sitz der Bischöfe, und unter andern hielt sich hier der Bischof Balthasar Rantzau, der hier das Wohnhaus erbauete, in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf, bis er im Jahre 1545 von Martin von Waldenfels gefangen genommen ward und in Gorlosen in der Mark starb. Späterhin war hier der Sitz des, nach Schwartau verlegten, Amtsgerichts. - Außer dem Wohnhause sind hier eine Holländerwohnung und einige Wirthschaftsgebäude. Das Areal des Hofes beträgt etwa 250 Ton., die Tonne zu 240 Q. R.; ganz genau läßt sich der Flächeninhalt nicht angeben, weil seit der Vermessung im Jahre 1770 viele Veränderungen mit dem Hoffelde vorgegangen sind. - Der Boden ist größtentheils sandigt; die Wiesen sind sehr gut. - Der Hof ist zu Kleinmühlen zwangspflichtig. - Zahl der Einwohner: 34. - Die Bewohner halten sich zur Schwartauer Schule. - Vor Alters hat auf der Anhöhe, worauf Kaltenhof liegt, und auf den nahe liegenden Feldern, namentlich auf dem, zwischen der Schwartaue und der Trave im lübekischen Stadtgebiete belegenen, Burgwall die Stadt Alt-Lübek gelegen. - In dieser Gegend, zwischen der Schwartaue und Trave, hatten die Dänen im Jahre 1534, unter Christian III. ein Lager bezogen..
Kaltenhof
ein Pachthof an der Norderelbe, 1/4 M. südöstlich von Hamburg, der Stadt Hamburg zuständig; Ksp. Moorfleth; Gerichtsbarkeit: Landherrenschaft der Marschlande. - Schuldistrict: Veddel. - Zahl der Einwohner: 87. - Hier befindet sich eine Brannteweinbrennerei. - Areal: 129 Morgen, außer 32 Morgen Außenländereien. Das Vorland wird Rethwärder genannt.
Kaltenhof
s. Elmshorn.
Kaltenkirchen
(vormals Koldenkarken); Kirchdorf 1 M. südöstlich von Bramstedt; Amt Segeberg; Kspv. Kaltenkirchen. Br. 53°50'22"; L. 27°37'15". - Dieses Dorf enthält 7 Halbh., 6 Viertelh., 5 Achtelh., 4 Zwölftelh., 28 Kathen mit, und 14 Kathen ohne Land, (5 23/24 Pfl.). Hierzu gehören die entfernt südwestlich belegenen 4 Kathen, Haidekathen an der Cadener Scheide, eine Kathe wird Ellerdiek (Nachtschatten) und eine andere an der Landstraße nach Ulzburg, Gläserkathe genannt. - Die erste, von Feldsteinen erbauete Kirche kömmt in einem Verzeichnisse aus dem Jahre 1347 vor; die jetzige hat einen ansehnlichen Thurm und eine Orgel, ist aber zu klein für die Gemeinde. Das ganze Kirchspiel ist in zwei Sprengel getheilt, deren jeder seinen eigenen Prediger hat, welche der König ernennt. - Zum östlichen Pfarrbezirke gehören, vom Amte Segeberg: Bickberg, im Busch,