4. IR (KB)

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Kgl. Bayer. 4. Infanterie-Regiment König Wilhelm von Württemberg
Das Regiment ist nach König Wilhelm von Württemberg benannt.
Dieses Regiment ist das 4. der bayerischen Armee.
Verband des Königlich Bayerischen Militärs
Generelle Info zu den Königlich Bayerischen Einheiten:

Das Bayerische Militär war im Deutschen Reich nicht in die durchnummerierte Zählweise miteingebunden. Es hatte eine eigene Nummerierung. Zur Unterscheidung gegenüber den anderen Einheiten des Reiches wurde ihnen das KB (Königlich Bayerisch) oder das Kgl. Bayer. vorangestellt.

Datei:Bild der Fahne.jpg
kurzer Regimentsname

Inhaltsverzeichnis

Stiftungstag

Zu Alessandria fand am 01. April 1706 die Errichtung, oder wie man damals sagte, die Aufrichtung des KB IR 4 in der Stärke von 70 Offizieren und 492 Mann statt; es war in 6 Kompanien eingeteilt, führte den Namen "Bavarois", d.h. Bayern, und wurde zunächst vom Brigadier Ritter v. Mercy kommandiert, dem auch die Werbung übertragen gewesen war.

Namen der Offiziere des Regiments bei seiner Errichtung am 1. April 1706.

Oberst-Regimentskommandant: Werbeoberst Ritter v. Mercy

Oberstlieutenant und interimistischer Regimentskommandant: Freiherr v. Lerchenfeld

Oberstlieutenant: Marquis de Ricolini

Oberstwachtmeister: (Major) v. Sieben

Hauptleute: v. Lindenfels, v. Camillart, v. Croison, Bergofsky, Pieton, Garcia de Leon, v. Moro, Pourcelle, Friederico, Prunner, Oconnor, de Corni, Hannas, v. Moraan, de Barry, Pärtlmann, Schneider.

Oberlieutenants: Kopp, Biel, Zwiggler, Schmiedeberg

Unterlieutenants: Hecht, Schreiner, Pollinger, Distl, Altmann, Höflinger, Sommerauer, Schmiedeberg, Bergofsky.

Fähnrich: Ballade.

Unteroffiziere: Feldwebel Simon Kreuzmeier, Martin Walter aus Bayern und Stephan Günster aus Schwaben.

Garnison und Unterstellung 1914

  • Garnison: Metz

Das Regiment war 1914 (vor der Mobilmachung) unterstellt:


Übergeordnete Einheiten

Formationsgeschichte

  • 02.08.1914 [1] : Das Regiment wurde gemäß Mobilmachungsplan mobilisiert. Neben dem ins Feld rückende Regiment stellte es ein Ersatz-Bataillon zu 4 Kompanien, sowie zwei Rekruten-Depots auf.
  • 12.09.1918 [2]: Das Regiment erhält eine eigene Minenwerfer-Kompanie, gebildet aus Teilen der (bayer.) Minenwerfer-Kompanie Nr. 14.

Standorte

Garnisonen und Winterquartiere des Regiments

1706 Alessandria, Bienne. - 1707 Mons, Kreuznach, Straßburg. - 1708 im unteren Elsaß. - 1709 Roth bei Weißenburg. - 1710 bis 1712 im unteren Elsaß. - 1713 bis 1715 Straßburg. - 1716 Straßburg, Metz, Amberg, Rötz, Hirschau, Kemnath. - 1717 Amberg, Oedenburger Komitat. - 1718 Ingolstadt, Oedenburger Komitat. - 1719 bis 1722 Ingolstadt. - 1722 bis 1728 Amberg. - 1728 bis 1731 Ingolstadt. - 1731 Straubing, Donauwörth. - 1732 bis 1738 Straubing. - 1738 bis 1739 Straubing, Oedenburger Komitat. - 1740 Landshut. - 1742 Burghausen. - 1743 Oberkirch im Renchthal. - 1744 Philippsburg, Burghausen. - 1745 Ingolstadt, Landshut. - 1746 Ingolstadt. - 1747 bis 1752 Straubing. - 1752 bis 1757 Ingolstadt. - 1757 in Böhmen. - 1758 in Mähren. - 1759 bis 1764 Braunau. - 1764 bis 1768 Ingolstadt. - 1768 bis 1778 Straubing, Stadt am Hof. - 1778 bis 1779 Ingolstadt. - 1779 bis 1793 Straubing, Stadt am Hof. - 1793 bis 1794 Mannheim, Mainz, Straubing. - 1795 bis 1800 Straubing. - 1800 Ulm. - 1801 bis 1804 Straubing. - 1805 bis 1806 Straubing, Forchheim. - 1806/7 Polen. - 1808 Straubing. - 1809/10 Straubing, Tirol. - 1810/11 Straubing, Regensburg. - 1812 München, Regensburg, Rußland. - 1813 Regensburg, München, Forchheim. - 1813/14 Regensburg, Elsaß. - 1814 bis 1848 Regensburg. - 1848 Regensburg, Nürnberg, Bamberg. - 1849 Nürnberg, Regensburg, Schweinfurt, Schleswig. - 1850 Nürnberg, Schweinfurt, Aschaffenburg, Kurhessen. - 1851 Kaiserslautern, Pirmasens, Speyer, Zweibrücken, Ludwigshafen, Kirchheimbolanden. - 1852 Kaiserslautern, Ingolstadt, Zweibrücken, Speyer, Ludwigshafen. - 1853/54 Kaiserslautern, Ingolstadt, München, Pirmasens. - 1855 Aschaffenburg, Würzburg, Germersheim. - 1859 Aschaffenburg, Würzburg, Speyer. - 1862 Aschaffenburg, Würzburg. - 1864 Aschaffenburg, Speyer. - 1865 Aschaffenburg, Frankfurt a. M., Germersheim. - 1866 Aschaffenburg, Germersheim. - 1868 Germersheim, Landau i. Pf. - 1870 Metz, Depot: Germersheim. - 1881 Metz.


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Bataillon  Ort und ggf Kaserne
Bataillon  Ort und ggf Kaserne
Bataillon  Ort und ggf Kaserne

Kantone

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Kreis oder Ort
Kreis oder Ort
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Kreis oder Ort
Kreis oder Ort

Uniformen

  • ab, von - bis: Ggf Beschreibung der Farben usw

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Feldzüge, Gefechte usw

Spanischer Erfolgekrieg 9 Feldzüge

1706 Belagerung der Zitadelle Asti im Juli; Belagerung von Turin 1. August bis 6. September; Schlacht bei Turin 7. September.

1713 Belagerung von Landau 11. Juni bis 22. August; Belagerung von Freiburg 22. September bis 31. Oktober; Sturm daselbst auf die Schneckenlünette 14. Oktober.

Kriege gegen die Türken4 Feldzüge

1717 Belagerung von Belgrad 18. Juli bis 18. August; Schlacht bei Belgrad 16. August.

1738 Entsatz der Festung Ratscha 17. August.

1739 Schlacht bei Grotzka 22. Juli; Treffen bei Pancsova 30. Juli.

Österreichischer Erbfolgekrieg 5 Feldzüge

1742 Trefen bei Schärding 17. Januar; Verteidigung von Straubing im März; Gefecht bei Kelheim 10. April; Verteidigung von Frauenberg 17. Mai bis 28. Juli; Gefecht bei Hilgartsberg 13. Oktober; Gefechte bei Burghausen 16. Oktober und 4. Dezember; Gefecht bei Deggendorf 7. November.

1743 Schlacht bei Braunau 9. Mai; Gefecht bei Rosenheim 28. Mai.

1744 Gefecht bei Donauwörth 2. Oktober.

Siebenjähriger Krieg 2 Feldzüge

1757 Belagerung von Schweidnitz 18. Oktober bis 12. November; Erstürmung des Gartenforts 11./12. November; Einnahme von Schweidnitz 14. November; Schlacht bei Breslau 22. November; Schlacht bei Leuthen 5. Dezember.

1758 Einnahme von Troppau 18. Februar; Verteidigung von Olmütz 27. Mai bis 2. Juli; Ausfallgefechte daselbst 12. und 13. Juni, 1. Juli; Belagerung von Neiße 3. Oktober bis 6. November.

Französische Revolutionskriege 5 Feldzüge

1794 Gefecht bei Fischbach 17./18. August; Gefecht bei Kaiserslautern 20. August; Verteidigung von Mainz 24. Oktober bis 25. Februar 1795. Gefecht daselbst in der Zahlbacherschanze 1. Dezember.

1800 Verteidigung von Ulm 11. Mai bis 2. Oktober; Ausfallgefecht daselbst 7./8. Juli.

Krieg gegen Österreich 1 Feldzug

1805 Kämpfe bei Loser 2. November; Einnahme von Kufstein 11. November; Behauptung von Iglau 5. Dezember.

Krieg gegen Preußen und Rußland 2 Feldzüge

1806 Belagerung von Glogau 10. November bis 25. November; Belagerung von Breslau 4. Dezember bis 7. Januar 1807.

1807 Belagerung vn Brieg 9. bis 16. Januar; Belagerung von Kosel 23. Januar bis Februar; Ausfallgefecht daselbst 28. Januar; Gefecht bei Sierock 13. Mai.

Krieg gegen Österreich 1 Feldzug

1809 Schlacht bei Abensberg 20. April; Schlacht bei Eggmühl 22. April; Gefechte am Luegpaß und bei Abtenau 1. bis 5. Mai; Entsatz von Kufstein 13. Mai; Gefechte bei Sterzing 6. bis 10. August; Gefecht am Luegpaß 25. September; Angriff auf den Berg Isel 1. November.

Krieg gegen Rußland und Preußen 2 Feldzüge

1812 Schlacht bei Polozk 18. August; Gefechte bei Polozk 18. und 19. Oktober; Gefecht bei Wilna 9. Dezember; die letzten Zwanzig des Regiments unterliegen nach hartnäckiger Verteidigung eines abgelegenen Gehöftes unweit Crasowka 13. Dezember.

Kriege gegen Frankreich 3 Feldzüge

1813 Beschießung und Besitznahme von Würzburg 24. Oktober; Schlacht bei Hanau 30. und 31. Oktober; Blockade von Marienberg; Belagerung von Hüningen 22. Dezember bis 8. Januar 1814.

1814 Sturm auf den Maschikuli-Turm 31. Dezember 1813 auf 1. Januar 1814; Belagerung von Schlettstadt 8. Januar bis Ende des Krieges; Ausfallgefechte daselbst 20. Januar, 4. und 16. Februar, 24. und 25. März.

Krieg gegen Dänemark 1 Feldzug

1849 Sturm auf die Düppeler Schanzen 13. April.

Krieg gegen Preußen 1 Feldzug

1866 Gefechte bei Roßdorf 4. Juli; Gefecht bei Nüdlingen 10. Juli; Gefecht bei Roßbrunn 26. Juli.

Krieg gegen Frankreich 2 Feldzüge

1870/71 Beschießung von Bitsch 23. August; Belagerung und Cernirung von Bitsch 26. August bis 29. März; Ausfallgefecht daselbst 4. September; Cernirung von Pfalzburg 5. bis 12. Dezember; Belagerung von Paris 28. Dezember bis 28. Januar.

Regimentsinhaber

Die Inhaber des Regiments

Zeit der Verleihung; Inhaber

1706, 1. April; Oberst Ritter v. Mercy

1707, 1. Februar; Oberst Ritter v. Bayern

1709, 1. Januar; Kurfürst Max Emanuel

1716, 19. Mai; Oberst Freiherr v. Lerchenfeld

1718, 20. April; General-Feldmarschall-Lieutenant Marquis v. Maffei

1730, 1. Februar; General-Wachtmeister Graf Minucci

1759, 15. Januar; Oberst v. La Rosée

1764, 27. Juni; Oberst Freiherr von Lerchenfeld

1775, 19. August; Generalmajor Graf von der Wahl

1791, 1. Juni; Generalmajor Freiherr von Zedtwitz

1792, 16. April; Generallieutenant Freiherr v. Weichs

1804, 27. März; General-Feldzeugmeister Graf Salern

1811, 8. Januar; Friedrich, Herzog von Sachsen-Hildburghausen

1835, 28. Oktober; Generallieutenant v. Theobald

1838, 29. November; Generalmajor Freiherr v. Gumppenberg

1869, 24. Oktober; S.M. König Karl von Württemberg

Literatur

Hoffmann, C. von: Das Königlich Bayerische 4. Infanterie-Regiment "König Karl von Württemberg" von seiner Errichtung 1706 bis 1806, Berlin 1881

Stapp: Das Königlich Bayerische 4. Infanterie-Regiment "König Karl von Württemberg" von 1706 - 1881, Im Auftrage des Regiments bearbeitet für Unteroffiziere und Mannschaften von Stapp, Hauptmann und Kompanie-Chef. Königliche Hofbuchhandlung, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1882

Meyer, Hans: "Das K. B. 4. Infanterie-Regiment König Wilhelm von Württemberg vom Jahre 1906 bis zu seiner Auflösung 1919" - Erinnerungsblätter deutscher Regimenter (bayer. Anteil, Band 42) - München 1926. Darin enthalten ist eine Totenliste der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften mit Geburtstag und -ort, Todestag und -ort.

Kalbfus, Oberst a.D.: Bayerisches 4. Infanterie-Regiment König Wilhelm von Württemberg, Berlin 1938

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Cron, Die Geschichte des deutschen Heeres im Weltkriege 1914 - 1918; Kriegsgliederung am 17.08.1914
  2. Kraus, Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914 bis 1918
Infanterie-Regimenter 1806 - 1914
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(B)=grhzgt. Baden -|- (H)=grhzgt. Hessen -|- (S)=kgl.Sächs. -|- (W)=kgl.Württemb. -|- andere=kgl.Preuß.

Garde-Regimenter: 1.G Reg.z.F. | 2.G Reg.z.F. | 3.G Reg.z.F. | 4. GR z.F. | 5. GR z.F. | G Gren.R 1 | G Gren.R 2 | G Gren.R 3 | G Gren.R 4 | G Gren.R 5 | GFüs. | Lehr.Inf.Batl.

Grenadier-Regimenter (Gren.R): 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | Leib.8 | 9 | 10 | 11 | 12 | - | 89 | - | 100 (S) | 101 (S) | - | 109 (B) | 110 (B) | - | 119 (W) | - | 123 (W) |

Füsilier-Regimenter (FR): 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | - | 73 | - | 80 | - | 86 | - | 90 | - | 122 (W) | Schützen-Regiment (Schütz.R): 108 (S) |

Infanterie-Regimenter (IR): 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | - | 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | 51 | 52 | 53 | 54 | 55 | 56 | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63 | 64 | 65 | 66 | 67 | 68 | 69 | 70 | 71 | 72 | - | 74 | 75 | 76 | 77 | 78 | 79 | - | 81 | 82 | 83 | 84 | 85 | - | 87 | 88 | - | 91 | 92 | 93 | 94 | 95 | 96 | 97 | 98 | 99 | - | 102 (S) | 103 (S) | 104 (S) | 105 (S) | 106 (S) | 107 (S) | - | 111 (B) | 112 (B) | 113 (B) | 114 (B) | 115 (H) | 116 (H) | 117 (H) | 118 (H) | - | 120 (W) | 121 (W) | - | 124 (W) | 125 (W) | 126 (W) | 127 (W) | 128 | 129 | 130 | 131 | 132 | 133 (S) | 134 (S) | 135 | 136 | 137 | 138 | 139 (S) | 140 | 141 | 142 (B) | 143 | 144 | 145 | 146 | 147 | 148 | 149 | 150 | 151 | 152 | 153 | 154 | 155 | 156 | 157 | 158 | 159 | 160 | 161 | 162 | 163 | 164 | 165 | 166 | 167 | 168 (H) | 169 (B) | 170 (B) | 171 | 172 | 173 | 174 | 175 | 176 | 177 (S) | 178 (S) | 179 (S) | 180 (W) | 181 (S) | 182 (S) |

Bayerische Infanterie-Regimenter (KB IR): KB Leib.R | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 |

Infanterie: Regimenter Jäger-Einheit MG-Truppe Ersatz-Bataillon Brigade-Ersatz-Bataillon Landwehr Landsturm

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